Rettungshundestaffeln finden vermissten Jungen
Zehnjähriger nach nächtlichem Einsatz in Bad Soden-Salmünster wohlbehalten aufgefunden
Freitag, 01.07.2005. Ein Zeltlager "An den Hirschbornteichen" bei Hausen, einem Ortsteil von Bad Soden-Salmünster. Kinder und Betreuer haben viel Spaß. Bis etwa gegen 19 Uhr festgestellt wird, dass ein zehnjähriger Junge nicht im Lager ist! Er hatte nach einem Spaziergang einem Freund gesagt, dass er noch ein Abenteuer erleben wolle und war alleine zurück in den Wald gegangen. Sofort organisierten die Betreuer des Lagers, zu welchen auch der Vater des Vermissten gehört, eine Suche. Diese musste jedoch bald ergebnislos abgebrochen werden, da die einbrechende Dunkelheit die Suche nahezu unmöglich machte. Nach ihrer Alarmierung übernahm die Polizeidienststelle Bad Orb die Einsatzleitung. Die Feuerwehr Bad Soden-Salmünster nahm ebenfalls am Einsatz teil. Auch die DLRG aus Maintal rückte an, um die drei Teiche mit Booten und Tauchern abzusuchen. Auch ein Hubschrauber der Polizei, ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera, wurde eingesetzt, allerdings waren dessen Erfolgsaussichten wegen der dichten Belaubung des Waldes sehr eingeschränkt. Gegen 00.50 Uhr am Samstag früh wurde daher die BRH Rettungshundestaffel Main-Kinzig von der Leitstelle alarmiert und in die Suche eingebunden. Wegen der Weitläufigkeit der in Frage kommenden abzusuchenden Waldgebiete alarmierte Staffelleiter Jürgen Fasshauer die BRH Rettungshundestaffel Frankfurt sofort nach. Insgesamt standen 30 Einsatzkräfte mit 12 Rettungshunden aus den beiden BRH Rettungshundestaffeln Main-Kinzig und Frankfurt zur Verfügung. Gegen 3:00 Uhr begannen die Teams mit der Suche, immer ein Hundeführer mit seinem Hund sowie ein oder zwei Suchgruppenhelfer, welche die Orientierung im dichten, dunklen Wald übernahmen und den Funkkontakt zur Einsatzleitung der Rettungshundestaffeln hielten. Das Waldgebiet um den Einsatzort herum steigt in südlicher Richtung sehr steil an und erschwert so den Einsatzkräften das Durchkämmen des Geländes erheblich. Auch die feuchte Witterung macht einen solchen Einsatz nicht gerade zu einem Vergnügen. Doch trotz der widrigen Umstände suchten alle Teams sehr motiviert und ausdauernd. Schließlich, gegen 6:10 Uhr wurde die für Mensch und Hund äußerst anstrengende Arbeit belohnt: Der Junge war gefunden! Er hatte die Nacht auf einem Hochsitz verbracht und von den Suchaktivitäten nichts mitbekommen. Völlig durchnässt und etwas verwirrt, aber wohlauf wurde er dem herbeigerufenen Rettungsdienst übergeben und in Begleitung seines erleichterten Vaters zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Der 1. Vorsitzende und Staffelleiter unserer Staffel, Jürgen Fasshauer sagte zur erfolgreichen Arbeit seiner Mannschaft: "Auch bei diesem Einsatz wurde wieder deutlich, wie gut die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Main-Kinzig-Kreis funktioniert. Auch die Grenzen des Landkreises spielen keine Rolle, die Kooperation mit der Staffel Frankfurt war erneut sehr erfolgreich." Fasshauer und der Zugführer der Frankfurter Staffel, Maik Späth, sind echte Profis. Sie arbeiteten unter Fasshauers Leitung schon im Einsatz des BRH-Rettungshunde-Kontingents beim Erdbeben in Bam/Iran im Dezember 2003 zusammen. "Hunde retten Menschenleben" - das Motto der Rettungshundestaffeln des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) erwies sich wieder einmal mehr als zutreffend.
Die erfolgreiche Suchmannschaft der BRH Rettungshundestaffeln Main-Kinzig und Frankfurt
Die Alarmierung und der Einsatz der RHS Main-Kinzig sind kostenlos
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