Erdbeben Bam/Iran, Dezember 2003
Die Einsatzbereitschaft der BRH-Rettungshundestaffeln über die Feiertage wurde auf eine harte Probe gestellt:
Am 26.12.2003 gegen 10:00h wurde die Auslands-Einsatzgruppe unserer Staffel alarmiert und hielt sich bereit für einen Einsatz im Erdbebengebiet Bam im Iran, ca. 1000 km südöstlich von Teheran.
Um 22:00h flog die BRH-Mannschaft von Frankfurt aus Richtung Iran. Die Gruppe bestand aus 5 Hundeführerinnen und 3 Einsatzhelfern von verschiedenen BRH-Staffeln sowie einem Einsatzleiter, Jürgen Fasshauer von der RHS Main-Kinzig.

Inge Welker und Annette Fischer (beide RHS Frankfurt) kurz vor dem Abflug
Im Einsatzgebiet angekommen am Vormittag des 27.12.2003, bot sich der Gruppe ein Bild fast vollständiger Zerstörung.

Von Journalisten nach seinem ersten Eindruck gefragt, sagt Jürgen Fasshauer: "Das ist das Schlimmste, was ich in zehn Jahren Rettungsarbeit gesehen habe. Die ganze Stadt ist nur noch ein einziger Haufen Ziegelsteine. Man erkennt weder Häuser noch Straßen noch Brücken."
Dass die Materialkisten der Mannschaft mit über 350 kg Einsatzausrüstung, Kleidung und Verpflegung für mehrere Tage, Zelten und Schlafsäcken zunächst verschwunden waren, machte die Aufgabe auch nicht eben leichter, professionell und ausdauernd nach Überlebenden zu suchen. Dies in einem Gebiet, wo es tagsüber mehr als 20 Grad warm und nachts bis zu -5 Grad kalt ist.
Von Koordinationskräften der UN wurde das gesamte Gebiet in 10 Sektoren aufgeteilt, die deutschen Hilfskräfte bekamen Sektor 1 zugewiesen. Hier wurde unter hervorragender Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen die Suche fortgesetzt.
Die traditionelle Bauweise der Häuser im Einsatzgebiet (nur selten Betonbau, fast ausschließlich Ziegelbauten), sorgte dafür, dass von den Gebäuden nach den heftigen Erdstößen fast nur mehr reine Tümmerhaufen ohne ausreichend große Hohl- und Zwischenräume stehen geblieben sind. Die Wahrscheinlichkeit, hier Überlebende zu finden, war entsprechend gering.

Trotz der geringen Erfolgsausichten wurde vom BRH-Team - wie auch von allen anderen - gründlich und motiviert gesucht.
Hier die Bilder des Einsatzes:

Am Abend des 26.12.2003 fährt die Mannschaft ...
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... mit dem Zubringerbus zu ihrer Maschine, ...
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... einer Boeing 747, mit der u.a. auch das THW fliegt.
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Am Zielort geht es weiter mit einer iranischen Militär-Hercules
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Auf dem Flugplatz in Kerman der erste Schock: überall Tote und Schwerverletzte
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In Bam angekommen, bleibt keine Zeit zum Akklimatisieren, ...
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... es geht sofort in die Trümmer.
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Die Hundeführerinnen stehen zunächst fassunglos ...
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... vor den völlig zerstörten Häusern und beginnen mit ihrer Arbeit.
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Mit einem Pickup geht es zum nächsten Einsatzort, ...
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... der ebenfalls kaum Hoffnung ...
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... auf Überlebende lässt.
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In der ersten Nacht muss die Ruhepause im Freien bei -5°C gehalten werden, da die Material-Container noch nicht eingetroffen sind.
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Die Nachtruhe endet schon im ...
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... Morgengrauen, die Mannschaft nimmt ein kleines Frühstück ein ...
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... um wieder einen Tag zu suchen und zu helfen.
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Im Camp der Hilfskräfte sind die sanitären Anlagen notdürftig, aber zweckmäßig.
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Persönliche Hygiene ...
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...muss trotzdem sein, ...
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... genauso wie die "Hausarbeit"
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Beim Team-Meeting werden die Einsatzorte eingeteilt, ...
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... und die Mannschaft wird mit dem Truck ...
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... ins Einsatzgebiet gebracht.
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Überall totale Zerstörung, ...
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... die Hoffnung auf eine Lebendortung schwindet stündlich.
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Trotzdem macht die Mannschaft ihren Job ...
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... und sucht - zusammen mit den THW-Leuten - motiviert weiter
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Die komplette BRH-Mannschaft im Camp
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Einsatzleiter Jürgen Fasshauer mit den beiden Dolmetschern
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Die Zelte des BRH-Teams
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Das Camp der internationalen Hilfsorganisationen ...
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... beherbergt weit über 1000 Einsatzkräfte ...
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... aus Dutzenden von Ländern ...
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... sowie etliche Journalisten und Aufnahme-Teams.
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Am Abend des 29.12.2003 ist es soweit:
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Die Suche wird beendet, ...
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... das Lager wird abgebrochen ...
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... und wieder eingepackt.
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Viele Einsatzkräfte werden mit Helikoptern abgeholt
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In der Nacht werden einige ...
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... TV-Interviews produziert ...
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... und in die ganze Welt übertragen, ...
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... während unsere Mannschaft Schutz ...
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... vor der Kälte sucht.
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Nach ein paar Stunden Wartezeit ...
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... auf einem privaten Flugplatz ...
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... kann die Mannschaft endlich in ihr Flugzeug steigen, ...
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... das sie nach Hause bringt.
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