Ausrüstung
GFS-RH - Geländegängiges Spezialfahrzeug für Rettungshunde-Einsätze
Dieses Spezial-Einsatzfahrzeug wurde aufgrund langjähriger und besonderer Erfahrungen mit Rettungshunde-Einsätzen konzipiert und angeschafft.
Durch seine besondere Bauart ist es sehr gut geeignet für unebenes, matschiges und schneebedecktes Gelände. Charakteristische Konstruktionsmerkmale sind unter anderem die große Bodenfreiheit des Fahrwerks, der zuschaltbare Allradantrieb und die grobstolligen Geländereifen.
Das Fahrzeug ist speziell für die rasche Versorgung aufgefundener Personen ausgelegt, dient aber auch zusätzlich der Nachführung erforderlicher technischer Hilfsmittel zur Unterstützung der im Einsatzgebiet agierenden Suchteams.
Gerade bei Flächeneinsätzen, in unseren teilweise höher gelegenen Einsatzgebieten im Spessart, ergeben sich besonders in der kalten und nassen Jahreszeit erhebliche Probleme beim tieferen Eindringen in die Suchgebiete. Schlamm, Schnee und Schneematsch machen ein Vordringen in die weiträumig angelegten Suchgebiete für "normale" Fahrzeuge nahezu unmöglich.
Standard-Einsatzfahrzeuge wie z.B. Rettungsdienstfahrzeuge mit zu wenig Bodenfreiheit, Standardbereifung und Zweiradantrieb gelangen in den primären Einsatzgebieten einer Rettungshundestaffel sehr schnell an ihre Grenzen. Eine rasche und kompetente Versorgung aufgefundener Personen ist dadurch nicht immer sichergestellt.
Aus diesem Grund hat sich die BRH Rettungshundestaffel Main-Kinzig entschlossen, ein geländegängiges Spezial-Einsatzfahrzeug zu konzipieren und anzuschaffen.

Die Ausstattung des Fahrzeugs wurde den Erfahrungen aus nationalen und internationalen Einsätzen entsprechend speziell für die Suche nach vermissten Personen zusammengestellt. Es verfügt über eine umfangreiche Sanitätsausrüstung zur schnellen und kompetenten Erstversorgung der aufgefundenen Personen, neueste Satellitennavigationstechnik, Funk, digitalen Stromerzeuger, Lichtmast mit Beleuchtungskörper sowie weitere umfangreiche technische Hilfsmittel für die Suchteams. Mit dem mitgeführten Laptop-Computer und Laserdrucker kann an Ort und Stelle jederzeit aktuelles Kartenmaterial in den relevanten Maßstäben ausgedruckt und den Suchteams zur Verfügung gestellt werden.
Die Lackierung in signalrot und die weithin sichtbare Beschriftung "Rettungshundestaffel Main-Kinzig" sorgen für eine gute Erkennung auch in der Nacht und erleichtern u.U. die Zufahrt nachrückender Einsatzkräfte zur Einsatzstelle.
Die BRH Rettungshundestaffel Main-Kinzig ist überzeugt, mit der Anschaffung dieses Fahrzeuges ihre Schlagkraft bei der Vermisstensuche signifikant zu erhöhen und so auch zukünftig den alarmierenden Stellen ein verlässlicher und kompetenter Partner zu sein.
Landrat Erich Pipa, Kreisbrandinspektor Wolfgang Köhler und Siegfried Morkel vom Autohaus Morkel übergaben am 13.03.2006 das Fahrzeug offiziell an Staffelleiter Jürgen Fasshauer und unseren 2. Einsatzleiter Friedrich W. Jakob (v.r.n.l.).
"Die ehrenamtliche Arbeit der Rettungshundestaffel ist ein wertvoller Dienst an der Allgemeinheit. Sie kann Menschenleben retten und ist in den Katastrophenschutzplan des Main-Kinzig-Kreises eingebunden.", betonte Erich Pipa.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Landrat Pipa, der die Anschaffung des Fahrzeuges mit einem großzügigen Betrag unterstützte.
Unser Dank gilt ebenfalls Siegfried Morkel, dessen Autohaus uns beim Kauf sehr entgegengekommen ist.
Die Alarmierung und der Einsatz der RHS Main-Kinzig sind kostenlos
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