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Qualifikation zur Rettungshunde-Weltmeisterschaft 23.-25.04.2004 in Wittstock, Brandenburg
In Wittstock / Brandenburg, dem Austragungsort der diesjährigen Rettungshunde-Weltmeisterschaft, starteten 14 Teams aus ganz Deutschland. Geprüft wurden Fährte (1 Starter), Fläche (8) und Trümmer (5).
Für die RHS Main-Kinzig war erneut Evelyn Vöhl gemeldet. Sie startete mit ihren beiden Hunden Leo und Lusty in der Sparte "Trümmer".
Als Leistungsrichter fungierte Alfons Fieseler (BRH) aus München.
Bereits bei der Überprüfung der Unterordnung und Gerätearbeit konnte ein Team die anspruchsvollen Gehorsamleistungen nicht erbringen.
Fährtensuche: Bei dieser Übung ist der Abgangspunkt der gesuchten Person bekannt. Diese läuft etwa 2 km über natürlichen Boden (Acker, Wiesen, Wald, Feld) und befindet sich dann am Ende der Spur. Soweit die Prüfungsordnung. Hier gab es sehr trockenen, sandigen Heideboden. Leider hatte der Hund nach etwa 1 km die Fährte verloren. Da in dieser Sparte nur dieses Team angetreten war, ist der BRH in der Fährtensuche bei der WM nicht vertreten.
Evelyn Vöhl mit Leo ...
... bei der Gewandtheitsprüfung ...
... und bei der Unterordnung. Hier holten beide 46 bzw. 48 von 50 möglichen Punkten.
Mit Lusty erreichte Evelyn 45/48 Punkte, ebenfalls ein Spitzenergebnis.
Flächensuche: Zu durchsuchen war dichter Wald links und rechts eines Weges. Es brauchte sehr gute Kondition und hervorragende Lenkbarkeit, um das riesige Gebiet innerhalb der vorgegebenen Zeit vollständig absuchen zu können. Diese Aufgabe konnte nur von dreien der 8 gestarteten Teams gelöst werden. 3 Starter konnten einen sehr großen Geländeteil bewältigen, so dass der vierte mögliche WM-Teilnehmer nur mit einem äußerst knappen Punktevorsprung ermittelt werden konnte.
Leo ...
... und Lusty in den Trümmern, die alle 5 versteckten Personen innerhalb von nur 12 Minuten fand.
Trümmersuche: Wittstock, die Heimat der RHS Brandenburg, verfügt über ein sehr großes Areal mit riesigen Trümmerplatten. Die Hunde mussten über große Entfernungen geschickt werden und dort selbständig weitersuchen, da einige Geländebereiche von den Hundeführern nicht einsehbar waren. Die Versteckpersonen waren teilweise mehrere Meter tief verschüttet, die Trümmerteile und -platten waren für die Hunde nur schwer begehbar. Durch den böigen Wind war es außerdem für die Hunde sehr schwierig, die genaue Lage der Verschütteten zu bestimmen. Von den fünf angetretenen Teams konnten sich vier für die WM qualifizieren. Da ein HF bei der WM nur einen Hund führen darf, sind es somit nur drei Teams zuzüglich Evelyn als ihre eigene Reserve.
Nach einem langen und spannenden Wochenende haben sich für die Teilnahme an der 10. Rettungshunde-Weltmeisterschaft für den BRH und damit für Deutschland qualifiziert:
In der Sparte "Trümmer": Evelyn Vöhl mit Lusty, RHS Main-Kinzig (1. Platz des Wettbewerbs) Sandra Steinkamp mit Bonny, RHS Warendorf Christel Rosenblatt mit Branka, RHS Brandenburg Michaela Beck mit Sally, RHS Oberland sowie als Reserve Evelyn Vöhl mit Leo, RHS Main-Kinzig (3. Platz des Wettbewerbs)
In der Sparte "Fläche": Corinna van Löchtern mit Kappa, RHS Warendorf Gabriele Kück mit Stine, RHS Berlin Helmuth Hiegemann mit Igor, RHS Münsterland Regine Gebhardt mit Bruno, RHS Frankfurt sowie als Reserve Ulrike Gehner mit Merlin, RHS Warendorf
Die beeindruckende Leistung von Evelyn Vöhl mit Leo und Lusty stellte sicher, dass sich jetzt bereits zum fünften Mal in Folge ein Team der RHS Main-Kinzig direkt für eine WM qualifizieren konnten.
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