Einsatzübung DLRG
Die folgenden Bilder entstanden bei einer Übung mit der DLRG und dem DRK am 26.06.2004. Für uns gab es dieses Szenario:
Bei einer Explosion auf einem Fabrikgelände bei Schöneck sind etliche Menschen - zum Teil schwer - verletzt worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren 12 Personen auf dem Gelände, davon sind 5 bereits von der Feuerwehr gefunden und versorgt worden. 7 Menschen werden immer noch vermisst. Weitere Explosionsgefahr besteht nicht, es wurde dort auch nicht mit Gefahrstoffen gearbeitet. Allerdings ist das Tragen von Schutzkleidung in einem solchen Einsatz obligatorisch.
Unser Auftrag ist es nun, die Vermissten zu finden, die Versorgung mit Erster Hilfe sollen die DLRG-Helfer übernehmen, von welchen immer zwei einem Rettungshunde-Suchteam zugeteilt sind.
Das Gelände bei Schöneck. Zwischen den Bäumen liegen mehrere flache Gebäude, die teilweise zerstört sind. Zur Ausrüstung gehört daher natürlich ein Schutzhelm.
DLRG und DRK sind bereits hier, die "Vermissten" sind schon versteckt. Es handelt sich hier um Mitglieder des DRK-Mimentrupps, also Menschen, die darin ausgebildet sind, Unfallopfer mit den verschiedensten Verletzungsbildern äußerst realistisch darzustellen sowie plötzlich auftretende Komplikationen zu simulieren.
Wir haben unseren Einsatzauftrag erhalten. Jetzt werden vom Einsatzleiter die Suchteams eingeteilt und mit Funkgeräten ausgestattet.
Die zwei Teams, die die südöstliche Hälfte des Geländes absuchen sollen entschließen sich, das Gelände erst einmal grob zu erkunden ...
... um zu entscheiden, welches Team den Außenbereich und welches die Gebäude absuchen soll.
Das erste Team weist noch die DLRG-Helfer ein und beginnt dann mit der Suche.
Auch das zweite Team ist jetzt bereit.
Das hohe Gras ist kein so einfaches Suchgebiet wie es scheint. Eine liegende Person sieht man unter Umständen erst, wenn man unmittelbar vor ihr steht. Außerdem gilt es zu beachten, dass die Wiese teilweise mit Stacheldrahtrollen durchsetzt ist.
Christiane schickt Shakka gezielt in bestimmte Richtungen, ...
... sie sucht aufmerksam und bekommt prompt eine Witterung.
Tatsächlich findet Shakka ein junge Frau. Sie ist bei Bewusstsein, klagt aber über schwere Rückenschmerzen und kann ihre Beine nicht bewegen.
Unsere Helfer von der DLRG vermuten eine Wirbelsäulenverletzung und fordern entsprechende Ausrüstung an.
In der Zwischenzeit macht Shakka eine kurze Pause, während die Suchgruppenhelferin ihre Notizen macht (Lageskizze, Fundort und Zustand der gefundenen Person etc.). Unser Einsatzleiter wurde bereits über Funk informiert. Er kennt jetzt den Fundort, den Namen der gefundenen Person sowie das Verletzungsbild. So kann er die DLRG-Leute an der Verletztenablage davon in Kenntnis setzen, mit welchen Verletzungen sie nun zu rechnen haben.
Mittlerweile wurde eine Trage gebracht. Diese wird nun äußerst vorsichtig unter dem Rücken der verletzten Frau zusammengesetzt, ...
... alles unter den Augen eines der Mimtruppleiter, welche die Aufgabe haben, unseren Umgang mit den Verletzten zu beobachten und zu bewerten.
Inzwischen wurde die junge Frau auf eine Vakuum-Matratze gelegt um zum Verbandsplatz transportiert zu werden.
Auch die anderen beiden Suchteams haben Unglücksopfer gefunden, ...
... die hier zum Verbandsplatz gebracht werden.
Dort werden die Verletzten - immer unter strenger Beobachtung durch die Bewerter - weiter versorgt.
Nachdem die DLRG-Helfer vom Abtransport der jungen Frau wieder zurückgekehrt sind, hat Christianes Team die Suche wieder aufgenommen.
Und wieder bellt Shakka laut und ausdauernd: sie hat ein weiteres Opfer gefunden.
Diese junge Frau scheint äußerlich unverletzt, gibt aber auf unsere Fragen nach ihrem Zustand keine Antworten, sie hockt teilnahmslos auf dem Boden und wiegt ihren Oberkörper hin und her.
Auch die DLRG-Helferin vermutet einen Schock und sorgt dafür, ...
... dass das Mädchen schnellstens zur Verletztenablage transportiert wird, ...
... wo man sie zunächst in die Schocklage bringt.
Christiane gönnt Shakka eine weitere kurze Pause im Schatten, schließlich ist es Mittagszeit und sehr heiß.
Erneut macht sich das Team auf den Weg, um den letzten Teilbereich ...
... des Geländes abzusuchen. Noch immer wird eine Person vermisst.
Und wirklich, Shakka findet ein drittes Opfer. Wieder eine junge Frau, die am äußersten Rand des Suchgebietes im hohen Gras liegt. Sie ist unverletzt, liegt aber seit über einer Stunde in der prallen Sonne und muss daher schnellstmöglich in den Schatten und abgekühlt werden.
Auch sie wird zum Verbandsplatz gebracht, wo alle notwendigen Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ...
... deren zweckmäßige Verwendung auch hier von einem der Mimtruppleiter des DRK kritisch beurteilt wird.
Das Suchteam hat sein Gebiet nunmehr vollständig abgesucht und ist sicher, dass sich hier niemand mehr befindet. Das Gebiet wurde daher bei der Einsatzleitung freigegeben und das Team zum Einsatzfahrzeug zurück beordert.
Die Suchteams werden vom Einsatzleiter über den Einsatzverlauf informiert. Es sind alle vermissten Personen gefunden worden, die Teams haben gute Arbeit geleistet.
Die Leistung der beteiligten Organisationen DLRG, DRK und Rettungshundestaffel Main-Kinzig wird nun im Einzelnen bewertet.
Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt, die Kommunikation wird sehr gelobt und nicht zuletzt die besonders gute Suchleistung unserer Hunde. Alles in allem war die Übung rundum erfolgreich.
Die "Verletzten" sind inzwischen natürlich wieder wohlauf, die DLRG-Leute haben auf ihren Gaskochern ein Mittagessen hergerichtet und alle Teilnehmer unterhalten sich noch einige Zeit über die gelungene Einsatzübung.
Einsatzübung DLRG
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