Katastrophenschutzübung Main-Kinzig-Kreis III
Diese Bilder sind entstanden bei einer großen Katastrophenschutzübung im Main-Kinzig-Kreis am 23.08.2008 im Fliegerhorst Erlensee. Beteiligt waren ca. 650 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Arbeiter Samariter Bund, DLRG, Technischem Hilfswerk, Polizei, Ärzten, Notfallseelsorgern, Kriseninterventionsdienst, Katastrophenschutzeinheiten (Betreuungszug, Sanitätszug, Informations- und Kommunikationsgruppe) und eben der BRH Rettungshundestaffel Main-Kinzig. 200 Mimen sorgten für gehörigen Stress bei allen Beteiligten.
Für uns ergab sich das folgende Szenario:
Nach einem Brand und dem Einsturz einer Musikbühne irren Gäste einer großen Festveranstaltung in Panik über das Gelände. Etliche sind verletzt. Mehrere Personen werden vermisst, sie werden auf einem nahe gelegenen Flächengelände vermutet. Ein Polizei-Hubschrauber hat das Gelände erfolglos überflogen. Da Eile geboten ist, werden Rettungshunde eingesetzt.
Bei unserem Eintreffen sind die Hilfs- und Rettungsorganisationen ...
... natürlich bereits bei der Arbeit und versorgen die Schwerverletzten.
Die Mimen leisten ganze Arbeit und simulieren die unterschiedlichsten Symptome, ...
... unterstützt von realistischen Verletzungsbildern.
Schwere Brandverletzungen sind besonders schmerzhaft ...
... und der Mime fordert seinen Betreuern alles ab.
Auch die Feuerwehren haben richtig zu tun ...
... und müssen mehrere kleine Brände löschen.
Bei der TEL (Technische Einsatzleitung) erhalten unsere Zugführer ihren Einsatzauftrag: 3 Personen sind vermisst, wir bekommen die Aufgabe sie zu suchen und natürlich schnellstmöglich zu finden.
Wir haben 3 Suchteams zusammengestellt mit je einem Hundeführer und zwei Suchgruppenhelfern, ...
... die jetzt an Ort und Stelle ...
... ihre Einweisung erhalten.
Während sich die Suchteams auf den Weg in ihre Abschnitte machen, ...
... stößt ein Trupp Feuerwehrleute aus Erlensee zu uns.
Die Kameraden haben auf unseren Wunsch hin von ihrem Abschnittsleiter den Auftrag bekommen, ggf. gefundene nicht-gehfähige Personen zu transportieren.
Bald darauf bringt ein Team eine gefundene Person zurück.
Da ihr Gesundheitszustand unklar ist, entscheiden wir aus Sicherheitsgründen, dass die Person auf der Trage ...
... zur Verletztenablage gebracht werden soll, ...
... wo sie nach genauerer Untersuchung in eine Klinik gebracht wird.
Auch die Rettungshundestaffel hatte insgesamt 8 Mimen gestellt, die ihre unterschiedlichen Aufgaben sehr ernst nahmen. Nach Ende der mehr als dreistündigen Übung löste sich aber die Anspannung ...
... und die Mannschaft konnte gemeinsamen mit den anderen Einsatzkräften ein ordentliches Mittagessen einnehmen.
An dieser Übung waren unsererseits einige neue Einsatzkräfte aus unserem Nachwuchs beteiligt, welche eine tadellose Arbeit geleistet haben. Ursprünglich sollten wir 3 vermisste Personen suchen, gefunden haben wir 4. Wie wir nach der Übung erfahren haben, war die vierte Person - welche wir außerhalb des Einsatzgebietes fanden - gewissermaßen ein "Überraschungsei" mit welchem offenbar festgestellt werden sollte, ob wir nach dem Auffinden dreier vermisster Personen tatsächlich unsere Arbeit einstellen würden. Alle gefundenen Personen wurden nach der Erstversorgung durch die RHS Main-Kinzig an den Rettungsdienst bzw. die Feuerwehr zum Weitertransport zur Verletztenablage übergeben. Auch heute wurde wieder deutlich, wie reibungslos und effektiv die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Katastrophenschutz des Main-Kinzig-Kreises funktioniert ( siehe auch Presse: "Kritische Blicke auf geprobte Katastrophe").
Katastrophenschutzübung Main-Kinzig-Kreis III
|